STEPHAN CHAMIER | FILM | OUT OF THE MIRROR
Stephan Chamier © 2020
ÜBERWACHUNG DER REALITÄTEN
SURVEILLANCE OF REALITIES | MIT JILL FENGLER
STEPHAN CHAMIER | FILM | OUT OF THE MIRROR
ÜBERWACHUNG DER REALITÄTEN
DE | Eine Überwachung oder doch die
Aufzeichnung eines Traumes. Der
Zuschauer der Installation am Hochhaus des
Braunschweiger Bahnhof, darf beobachten.
Die vermeintliche Überwachung ist eine
Fantasie. Es wird dazu geraten mit zu
fantasieren und seinen nicht überwachten
Gedanken freien Lauf zu lassen.

SURVEILLANCE OF REALITIES

EN | A surveillance or the recording of a
dream. The observer of the installation at the
main station of Brunswik, is watching. The
perceived surveillance is a fantasy. It is
strongly advised to fantasize about
everything which cannot be watched by
anybody else yet.

Dancing byJill Fengler

A Experimental Film by Stephan Chamier
© 2020 | Winner of - BraWo Turm-Ausschreiben.

Überwachung oder die Aufzeichnung eines Traumes? Das Warten auf die gereinigte Kleidung oder das Warten am Bahnhof und der Bushaltestelle in der Geduld, dass schon alles gut wird. Es wird schon jemand kommen und mich abholen. Dann beginnt der Traum aus dem Alltag heraus. Die Musik auf den Ohren oder das Rauschen der Straße, beginnen wir uns ein – „was wäre, wenn“ – vorzustellen. Was, wenn die Bahn nicht kommt, was wenn die Wäsche nicht sauber wird, was wenn es gerade einfach nichts zu tun gibt, ich mich einfach hingeben kann? Die Schaffnerin am Gleis fängt an zu Tanzen, jemand kommt in den Waschsalon und führt einen Tanz auf. Passend zu jedem Rhythmus, bewegt sie sich und gibt sich jedem Moment von neuem hin. Man darf beobachten und seine Fantasie spielen lassen, man darf sich vorstellen, nun selber zu Tanzen. Allein die Vorstellung ist belebend, wir müssen nicht komplett aus den Normen fallen, um uns frei und lebendig zu fühlen. Der bloße Gedanke belebt den Geist und wir dürfen die Realität und unsere Fantasie kombinieren. Es entsteht etwas Neues, eine neue Realität aus gegebenen Realität und der eigenen Vorstellung. So wie der Mann im Waschsalon, sich vielleicht alles nur Vorstellt, ist es doch real und auf Video aufgezeichnet. Unsere Gedanken kreieren die Welt und unsere Freude am Erfinden, darf jeden Tag Einzug haben. Es ist erlaubt zu träumen, auch wenn den Traum noch niemand aufzeichnen kann, ist er dennoch da und darf zur Realität werden oder als Lebensfreude in den Fantasierenden fließen.