TAGEBUCH VON STEPHAN CHAMIER | DIARY FOR ME.
TAG 3 | DAY 3
DIE REISE
THE JOURNEY
STAGE EINS | Viele Insekten, eine Welt aus Krabbeln und Fleuchen. Schleimig klar, schon gleich das erste Angebot auf die Bootsreise der Verschwörung zu gehen. Wo wir angebunden werden an ein Netzwerk, unsere Energie und Gedanken abgezapft.
Ich lehne ab und das Boot entflieht ohne mich, lässt mich auf dem Boden zurück.

STAGE ZWEI | Die Krabbelwelt entwickelt sich weiter, vernetzt sich, ich bin Teil eines universalen Gewächses, dessen Sinn und Zweck die einfache Existenz ist. Sie macht sich einen Spaß daraus und erschafft ein Universum nach dem anderen.

Ich stelle meine Fragen in den Raum, sie geben mir Halt. Ich habe die Gottheiten die im Meditationssaal stehen, bereits gebrieft. Sie kennen meine Fragen und ich klopfe ab und zu an:

Buddha, "Wie ist es mit der Ungeduld in mir, wo kommt sie her, was mache ich damit?"

Er zeigt mir die Zeit und ein heiteres Lachen wächst in mir.

Die Ungeduld im Angesicht der Unendlichkeit ist wahrlich ein kosmischer Scherz.

Es ist wie ewig der letzte Tropfen zu sein, der das Fass zum Überlaufen bringt und niemals die Vollendung, das Ganze in sich.

STAGE DREI | Sofern ich noch mitzählen kann. Es wird pflanzlicher, es rankt und die Tierwelt wird Erden ähnlicher, Insektenhaft, Erdig.

Wieder ziehe ich meine Fragen zu Gute; Jesus, "Wie ist es mit dem Service, was mache ich da? Meditieren oder.."

Jesus: "Du machst Film." und er reicht mir eine glänzende Kraft. Was würde ich noch fragen, seit der 7ten Klasse machst du Film, natürlich machst du Film.

Eine Wolke aus Glück umhüllt mich in tiefster Zufriedenheit. Ich war so ungeduldig gewesen, dass ich fast dachte, dass es das nicht sei. Doch klar, wenn Jesus das sagt. Ich nehme das Geschenk über Dankbar an, in dem Bewusstsein, dass ich es schon immer bei mir getragen habe.

STAGE VIER | Es wird klarer, mein Herz vibriert, die Musik und Gesänge geleiten mich zu meinen Eltern.
Die pazifistische Moral meines vaters hat es soweit gebracht, dass er mich schon in jungen Jahren losgelassen hat, um keine Gewalt auf mich aus zu üben, mich dennoch zu pflegen. Ich spüre eine Abnabelung von den Kriesen meiner Ahnen.
Ich erinnere mich ,dass meine Mutter Ahnenforschung betrieben hat, auf dem Papier und mich dort auch entlastet.
Ich fühle mich wie ein roher Diamant und wundere mich nicht mher über manches Verhalten, wenn ich die emotionalen Rattenschwänze der beobachte, auf mich beziehe, und nichts verstehe. Es kann gut sein, dass ich befreiter aufgewachsen bin. Abgenabelt, doch befreiter und wohlbehütet.
Ich erinnere mich süäter im Gras liegend, wie weit die Abnabelung in jungen Jahren ging. Als ich als kleiner Junge nach dem Laternenfest fragte, meine Eltern aber nicht gehen wolen und sagen "du kannst gehen". Ich ging alleine auf das Laternenfest und ging mit meiner Laterne zwischen all den Kindern mit ihren Eltern. Ich war ein leicht verwirrter, doch freier Junge.

SAGE FÜNF | Der Mann in mir hält den Raum, die Spinne zieht ihre Endlosen Netze; von Lamplstätt bis Paris nach Portugal und wieder in die Mitte von Deutschland nach Braunschweig.
Wo kann ich wirken, wen kann alles mit Einbeziehen, wer ist bereit? Ich bin es.

STAGE SECHS | "Rapé?" Spricht eine Stimme zu mir, ich öffne die Augen und sehe Quiano klar vor mir. Das ich eine Augenbinde trage ist mir in diesem Moment nicht bewusst. Ich entgegne; "Wo geht das hin?" Quiano hält einen moment inne; "Tiefer."
Nach überprüfung meiner Situation, stelle ich fest, dass ich den Raum um mich halten können sollte und Antworte: "Gerne".

Es schießt in mich ein und ich werde wie ein junger Samen in die Erde gedrückt.

STAGE SIEBEN | Ich spüre meine männliche Kraft und das die Reise nun bald ein Ende nimmt. Gehe noch einmal meine Fragen an die Gottheiten im Saal durch.

"Maria, wo ist mein Herzensweg?" Maria: "Klar, dort wo keine Ungeduld herrscht, dort sind deine Wege, spüre einfach immer wieder auf dein Herz."

"Ganescha, wie ist es mit der Partnerschaft?" Ganescha: "Oh. du brauchst eine Königin und viele kleine Spinnenkinder können da sein."

"Krishna, was ist mit meiner Arroganz?" krishna:"Betrachte die Emotionen der Welt, die Gefühle die geteilt werden, du bist ihr Bruder."

"Hardis, was machen ich mit meinem Gefühl des Vergleichens und Bewerten?" Hardis:"Es wird immer ein drunter und drüber stellen da sein, finde die Mitte, finde den Mann."

Und als ich so fest stelle, dass alle meine Fragen eine Antwort gefunden haben, öffnet Quiano den Meditationskreis aus Männern.

STAGE ACHT / SECHS EINHALB

Ich bin die Sonne und es glüht aus mir, ich bin die Wärme und die kühle Kraft. Ich liebe mich... ~
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15. October / 2018
TAG 2 | DAY 2
Die letzten Tage in meiner bald alten Wohnung entpuppen sich als Kreativ. Mit diesem minimalistischen Zustandes eines halben Umzugs, geht es mir da gut.
Nach einigen Sorgen um meinen Verbleib in Braunschweig fange ich nun wieder an, zu schreiben: SPACEMANN, die Geschichte eines jungen Mannes, der in seinem Raumschiff "Relation" großgezogen wurde. Er stammt von der Erde, in 4 Mil. Jahren und wurde durch eine Zeitkapsel in das Jahr 1990 geschleudert.
Nach 21 Jahren des Umherirrens findet sein Raumschiff den Weg zur Erde, mit dem Ankunftszeitpunkt 2011.
Das ist alles was ich bis hierhin sagen kann. Das letzte mal das mich eine Geschichte zu schreiben so gepackt hat, war in der vierten Klasse, als mich die Lehrerin (Frau G.) nach zwei Stunden freiem schreiben in den Nebenraum gesetzt hat, damit ich vier weitere Stunden schreiben konnte. Die Geschichte hat Frau G. aufgehoben und mit einige Jahre später per Mail zukommen lassen. Auf jeden Fall habe ich auch bei dieser Geschichte das Gefühl die Zeit zu vergessen und über die Strukturen der Idee, von einem Abenteuer in Schrift, in das Nächste zu gelangen.
Ich bin Dankbar für solche Momente und blicke vorwärts die Geschichte bald in die ersten Bilder zu bannen!

Unten sieht man XXL Popcorn, wie es vor dem C1 in Braunschweig liegt, halb gefüllt. Was soll man sagen, das Popcorn ist halb voll. Vielleicht ein frustrierter Kinobesucher: "Drittes Date und kein Kuss! Brahh!"
The last days in my soon called old apartment. I do feel good with this minimalistic state of half an relocation.
After a lot of worrys about my stay in brunswick I'm starting to write again: SPACEMANN, the story of a young Man who has been brougth up by his Spaceship "Relation". He originates from Earth, 4 Mil. years in the future, when the sun exploded and was slung into space with a time capsule, brought into the year 1990. After 21 years of wandering around in space he arrives at planet Earh in 2011.
Thats all I can say so far. The last time writing a story made me so exited, I couldn't even stop to write, was in the fourth great. My teacher send me into to another room after two hours of writing, so I could write the holde day through. The story was stored by her, and she send me a mail with a axtract many years later. Anyway I had this good feeling of losing time over the structure of the writing, like in this sory about SPACEMANN too.
I'm gratful for those moments and looking foward to recording the first scenes of this ongoing series!

Below you can see XXL Pocorn, lying on the flor infront of the C1 Cinema in Brunswick. How shall I put it, the Popcorn is half-full. Maybe a frustrated visitor: "Third date and still no Kiss! Brahh!"
3. October / 2018
TAG 1 | DAY 1
Was ergibt es für einen Sinn, sein Tagebuch auf seiner eigenen Webseite öffentlich zu machen?
Der Vorteil einer eigenen Webseite, ist eben genau dieser, dass man auf ihr machen kann, was man will.
Ich habe die Lust dazu verspürt, einen Ort zu haben, mich nieder zu schreiben, zu dem ich immer Zugang habe.
Der Aspekt, dass alle hier lesen können, verfehlt für manche vielleicht den Zweck eines Tagebuches, mir ist es relativ und gibt mir Ansporn meine Norm zu halten. Meinen eigenen Ausdruck in der Form zu halten, dass Dinge angeregt werden, in einem Raum, der betreten werden kann in dem man mein Leben stetig fortschreitend beobachten kann.
What kind of sense does it make to have a diary public on your website?
Thats exactly the advantage of having your own website; you can do what you want .
One day I felt like doing so; writing my day down at a place where I always have access to.
The Aspect that everybody else can read it too, maybe differ from the original form of a Diary, for me this is trivial. The stimulation lies also in being watched by others. It motivates me to find a form of expression, affect or move somebody, which is watching my life, or something evolving.
2. October / 2018
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